IBM Studien: Einfluss und Wahrnehmung von Social Media in der Kaufentscheidung

Ich bin heute auf zwei Studien von IBM aufmerksam geworden, die sich um den Einfluss von Social Media bei der Kaufentscheidung von Internet-Nutzern sowie die Motivation und Wahrnehmung der Social-Media-Nutzer drehen.

Innerhalb der Konsumentenumfrage 2011 von IBM wurden 4.000 Erwachsene mit Internetzugang in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien befragt. IBM untersucht im Rahmen der Smarter Commerce Initiative, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf das Kaufverhalten von Konsumenten in verschiedenen Handelskanälen haben, inklusive der Ladengeschäfte.

Ergebnisse

Einfluss: Über 50 Prozent der Befragten zwischen 16 und 64 Jahren, die einen Internetzugang haben, ziehen soziale Netzwerke bei ihren Kaufentscheidungen heran. Von den Befragten, die einem Händler in einem sozialen Netzwerk folgen, gaben 35 Prozent an, dass sie Social Media Plattformen nutzen, um Produktbewertungen, Rankings und Services nachzulesen. Darüber hinaus ist es für 25 Prozent dieser Nutzer wichtig, soziale Netzwerke bei ihren Kaufentscheidungen nutzen zu können.

Anreize: Unter diesen Befragten ist für 57 Prozent der Hauptgrund, einem Händler in einem sozialen Netzwerk zu folgen, der Erhalt kostenloser Testprodukte oder Rabattcoupons. Das Schnäppchenjäger-Image der Facebook-Fans und Twitter-Follower hat also auch hier eine deutliche Bestätigung gefunden.

In einer vorherigen Studie unter dem Titel “From social media to Social CRM – What customers want” vom Februar 2011 wurde bereits auf eine entscheidende Wahrnehmenungslücke bei den Anreizen hingewiesen: Während Unternehmen denken, Produktionformationen, Unternehmensinformationen oder das Ziel, Teil einer Community zu werden wären der häufigste Grund für Kunden zur Interaktion über Social Media, so ist der Top-Grund aus Kundensicht der Rabatt. Die sozialen Gründe der Community-Verbundenheit werden von den Konsumenten gar nur von 22% angegeben, von den Unternehmen jedoch auf 61% geschätzt.

Diese Erkenntnis ergibt sich auch aus der Econsultancy-Umfrage “Brands on Facebook”.

Cross-Channel: Geht es darum, den Kauf abschließend zu tätigen, würden jedoch von zehn Befragten noch immer vier den Besuch eines Ladengeschäfts vorziehen. Der ROPO-Effekt (Research Online, Purchase Offline) trifft also ebenfalls noch zu.

Auch im Bereich Mobile wurden die Nutzer befragt – hier die Ergebnisse:

51 Prozent der Onlinenutzer gaben an, dass sie bereits einmal über ihr Mobiltelefon eingekauft haben. Für 67 Prozent ist es wichtig, dass sie nicht nur eine Bestellung aufnehmen, sondern auch Aufträge erteilen können. Dies zeigt, dass es sich hier um einen entwickelten Markt handelt. Die Studie macht auch deutlich, dass Mobiltelefone nach und nach zusätzliche Umsatzmöglichkeiten durch Promotions und Last-Minute-Käufe bieten:

  • 68 Prozent der Befragten stimmten damit überein, dass Preisvergleiche auf dem Mobiltelefon wichtig bis sehr wichtig sind
  • Für 38 Prozent ist es wichtig, Rabattcoupons über ihr Mobiltelefon zu erhalten; 29 Prozent möchten auf diesem Weg gerne spezielle Angebote erhalten
  • 38 Prozent möchten die Möglichkeit haben, die Produkte in ihrem Warenkorb zu einem späteren Zeitpunkt am heimischen Computer erneut zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern.

Mit letzt genanntem Punkt stellen die User den Shopbetreibern die größten Herausforderungen – während Vergleiche, Rabatte und Angebote bereits weit verbreitet sind, so ist eine Cross-Channel-Verwaltung von Warenkörben ein noch sehr neues Gebiet.
Kennen Sie Beispiele für die Übernahme von Warenkörbern über unterschiedliche Endgeräte?

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